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Willkommen zum Newsletter 6_2012 vom 05.07.2012
Es gibt auch im Landkreis Harburg einen Bedarf, der das Angebot an Fachkräften übersteigt. Das ist so bei pflegerischen Berufen, in der Logistikbranche und das ist auch so in vielen technischen Bereichen. Das Phänomen entsteht nicht zum ersten Mal in Deutschland. Erinnern Sie sich noch an den Spontispruch „Kinder statt Inder?“ Und der neuerliche Fachkräftemangel war absehbar: Attraktive Auslandsangebote, schlechte Bezahlung und natürlich zu wenig Ausbildung. Nun nehmen sich Regionen des Themas an und lassen sich mit freundlicher Hilfe von Unternehmensberatern teure Gutachten schreiben. Es ist aber nicht die Aufgabe der Kommunen mit ihren Wirtschaftsförderungen, das Fachkräfteproblem zu lösen. Es ist die Aufgabe derer, die das Problem haben. Es sind die Unternehmen und es sind in vorderster Linie die Kammern, die sich als Vertretung der Unternehmen verstehen. Seit Jahren schon sensibilisiert z.B. die IHK Lüneburg-Wolfsburg ihre Mitglieder. Aber auch hier gilt: Das Problem muss erst spürbar sein, bevor es zur Kenntnis genommen wird. Dass nun Kommunen und Landkreise in der Republik mit großem finanziellen Aufwand „employer branding“ betreiben und sich erklären, wie attraktiv die Region des „mittleren oberen Niederrheins“ ist, wird das Problem weder lösen noch die Verschuldung der öffentlichen Hand verringern. Ich freue mich auf Ihre Kommentare!
Ihr Wilfried Seyer
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