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29.05.10

Neues Beratungsangebot verbindet Wirtschaft und Wissenschaft

Innovationsförderung: Erstmals gibt es diese kostenlose Innovations- und Technologietransferberatung nun auch im Landkreis Harburg.

Foto Kickoff 28.05.2010

Sie gaben den Startschuss für das neue Angebot zur Innovationsförderung im Landkreis Harburg (v. l.): Rainer Rempe, Erster Kreisrat, Wilfried Seyer, Geschäftsführer der WLH, Siegfried Ziegert, „Sprecher“ für die Arbeitsgemeinschaft Technologie- und Innovationsförderung Elbe-Weser Region (ArTIE), Arne Engelke-Denker, Leiter des TZEW, Anne Schneider, Projektleiterin Innovation bei der WLH.

Innovationsförderung? Technologietransfer? Für Arne Engelke-Denker und sein Team steht hinter diesen zwei Schlagworten ein Ziel: Unternehmen zu unterstützen. Der Diplom-Wirtschaftsingenieur ist Leiter des Transferzentrums Elbe-Weser (TZEW) und ein Experte, wenn es um High-Tech-Fragen geht. Als ein neutraler Dienstleister berät das TZEW vor allem kleine und mittlere Betriebe, die vor technologischen Herausforderungen stehen, z. B. weil personelle und finanzielle Ressourcen für Forschung und Entwicklung fehlen. Das TZEW hilft bei der Suche nach Lösungen für technologische Fragen, vermittelt Ansprechpartner und Kontakte zu Hochschulen und vieles mehr. Erstmals gibt es diese  Innovations- und Technologietransferberatung nun auch im Landkreis Harburg. Das Angebot für Unternehmen ist kostenfrei.

Am Freitag, 28. Mai 2010, fiel in Buchholz der Startschuss für das Projekt im Anschluss an eine Fachtagung für Technologie- und Innovationsförderung bei einem Netzwerktreffen der beteiligten Partner. Das Angebot ist der nächste Meilenstein auf dem Weg zu mehr Innovation. Eigens dafür hat die WLH die Initiative für StartUp und Innovation (ISI) ins Leben gerufen. Bereits im Februar wurde die Eröffnung des ISI Business Centrums im Haus der Firma terra an der Bäckerstraße in Buchholz gefeiert, das u. a. Gründern Büro- und  Geschäftsräume bietet.  Das neue Beratungsangebot ist eine weitere wichtige Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Wissenschaft.

„Im Landkreis Harburg werden bezogen auf die Bevölkerungszahl zwar mehr Patente angemeldet als im Bundesdurchschnitt. Doch gerade kleine und mittelgroße Unternehmen im Landkreis sind überwiegend im Bereich Basistechnologien und Basisdienstleistungen tätig. Ziel ist es, die Rahmenbedingungen für Forschung und Entwicklung und damit Innovation insgesamt zu verbessern“, sagt Wilfried Seyer, Geschäftsführer der WLH.
 
Rainer Rempe, Erster Kreisrat, fügt hinzu: „Innovation und Entwicklung sind zentrale Erfolgselemente im schärfer werdenden Wettbewerb. Erstmalig gibt es nun in unserem Landkreis ein Angebot, das explizit für kleinere und mittlere Unternehmen den Zugang zu Hochschul- und Forschungswissen erleichtert – dies ist auch ein wichtiger Erfolgsfaktor für die Zukunftsfähigkeit unseres Landkreises als Wirtschaftsstandort und für den Erhalt und die Schaffung von Arbeitsplätzen. Wir freuen uns deshalb besonders,  von dem bewährten Beratungsangebot des Transferzentrums Elbe-Weser profitieren zu können.“

Das Projekt ist zunächst auf drei Jahre ausgelegt. Organisiert wird es unter der Federführung der WLH und mit Unterstützung der Partner aus dem „ArTIE“-Netzwerk, ein Zusammenschluss von Landkreisen und Städten im Nordwesten Niedersachsens, darunter auch der Landkreis Harburg. Die Kosten betragen 88.000 Euro pro Jahr. Gefördert wird das Projekt zu 75 Prozent durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), die WLH übernimmt den jährlichen Eigenanteil von 22.000 Euro.

„Wir freuen uns sehr, das wir das TZEW nach einer europaweiten Ausschreibung als Kooperationspartner beauftragen konnten“, sagt Anne Schneider, Projektleiterin Innovation bei der WLH. Unternehmen steht so ein landkreisübergreifendes Netzwerk zur Verfügung. Das Spektrum der Beratungskompetenz ist enorm. „Durch die Kooperation können wir Unternehmen zu den unterschiedlichsten technologischen Fragen Unterstützung anbieten. Da gehört zum Beispiel die Kommunikations- und Informationstechnik ebenso dazu, wie Elektronik, Bio- und Pharmatechnologie, Produktionstechnik und das strategische Management.“ Die Innovationsexperten des TZEW gehen in die Betriebe und bieten ihre Kompetenz an, etwa bei der Entwicklung neuer Produkte oder bei der wirtschaftlichen Verwertung von Forschungsergebnissen. TZEW-Leiter Arne Engelke-Denker: „Viele kleine und mittlere Unternehmen sind derart mit dem Tagesgeschäft eingedeckt, dass für innovative Entwicklungen kaum Zeit bleibt.“ Genau hier setze das Beratungsangebot an. „Wir sind dabei absolut neutral. Das ist uns ganz wichtig.“

Weitere Informationen im Infoflyer oder unter www.tzew.de., Tel. 04141-78708-0 , info(at)tzew.de .


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